Bürgerinitiative „Keine Gewerbegebiete für Lindscheid“

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Bürgerinitiative „Keine Gewerbegebiete für Lindscheid“


Bereits seit 20 Jahren sind die Gebiete zwischen Eitorf-Lindscheid und der Bundesstraße B8 für ein neues Gewerbe- und Industriegebiet im Gespräch. Die Gemeinde Eitorf beabsichtigt nun an diesem Standort 23 Hektar Freiraum für Industriegebiete in Anspruch zu nehmen. (entspricht nach FIFA Norm ca. 32 Fußballfelder)

Den Ratsbeschluss und im Gewerbeflächenkonzept des Rhein-Sieg-Kreises verhindern!

Am 26. März 2012 und am 09. Dezember 2013 hat der Rat der Gemeinde Eitorf einen Antrag auf Änderung des Regionalplanes zugunsten eines Industriegebiets im Bereich Lindscheid an der K27 beschlossen und eingereicht. Die Flächen wurden beim Rhein-Sieg-Kreis für das neue RSK-Gewerbeflächenkonzept angemeldet. Das Verfahren läuft.

Unsere Bürgerinitiative wendet sich gegen diese Pläne der Gemeinde Eitorf und fordert den Erhalt des landschaflichen Freiraums.


Unsere Argumente gegen ein Gewerbe- und Industriegebiet bei Lindscheid:

  • Die gesamte Eitorfer Bedarfsplanung an Siedlungsflächen gehört auf den Prüfstand. Neue Rechenmodelle der RWTH Aachen stellen ursprüngliche Regionalplanungen aus NRW in Frage.
  • Die Bedarfsentwicklung an GIB Flächen (Gewerbe- und Industrieansiedlungs-Bereich) im Gemeindegebiet von Eitorf ist fraglich. Lt. Gutachten des Planungsbüros Schumacher aus GM-Wiehl, erstellt im Oktober 2009, ist die Prognose über die Nachfrage von Flächen für Gewerbe und Handwerk rückläufig.
  • Tatsächlich verzeichnet die Gemeinde Eitorf seit 2008 einen Rückgang des Gewerbeflächenbedarfs und eine Zunahme freier Gewerbeflächen um 3.300qm jährlich.
  • Bewirtschaftungspläne für das neue Industriegelände im Bereich Lindscheid/K27 liegen nicht vor.
  • Nach Informationen des Bürgermeisters vom 08.03.2013 stehen in Eitorf 49.300qm (4,93ha) Gewerbeflächen zur Verfügung.
  • Eine Versiegelung der Bodenflächen bedeutet eine akute Hochwassergefährdung bei Sturzregen für die darunter liegenden Orte Mühleip und Eitorf. Bereits jetzt ist der Eipbach am Mittellauf in der Scala eines 100-jährigen Hochwasserereignisses in der Scala HQ50 (sehr hoch, sehr gefährlich) eingestuft.
  • In den betroffenen Gebieten wurden Vogelarten mit Bestandsschutz durch den BUND e.V. Gruppe Rhein/Sieg festgestellt. Enthalten sind sechs Arten die auf der „Roten Liste“ mit „gefährdet“ eingestuft sind. Weitere vier Arten werden mit dem Status „Vorwarnung“ in der „Roten Liste“ geführt. Der Schwarzstorch konnte im Mai 2013 nachgewiesen werden.
  • Geschützte Fledermausarten und Reptilien, wie die Ringelnatter oder die Waldeidechse, haben im Planungsgebiet ebenfalls ihren Lebensraum.
  • Eine Industrieansiedlung hat negative Auswirkungen auf den Ausbau des Biotopverbunds zwischen Rhein- und Oberer Sieg: Die Gemeinde nimmt billigend in Kauf, dass durch die Verhinderung des Beitritts zum Projekt „Chance7“ Fördermittel von Bund und Land nicht abgerufen werden und die Landschaftsentwicklung untergeordnet betrachtet wird.

Wir wollen, dass die Gemeinde Eitorf

  • einen lebenswerten Lebensraum für die in Eitorf und Umgebung siedelnden Menschen erhält
  • den Natur-, Arten- und Landschaftsschutz bewahrt
  • die regionale Landwirtschaft und deren Produkte fördert
  • mittelständische Handwerksbetriebe auf bestehenden Gewerbeflächen ansiedelt
  • das Dienstleistungsgewerbe, insbesondere den Tourismus, sowie die Kreativwirtschaft entwickelt und ausbaut (s.Grafik)
  • Gewerbeflächenkataster für Eitorf erstellt
  • den Verbrauch von Siedlungsflächen nach neuesten Rechenmodellen der RWTH Aachen erstellt
  • brachliegende Gewerbeflächen in Siedlungsbereichen und andere Alternativen - wie im übrigen vom Gesetzgeber vorgesehen - nutzt, bevor Freiraum im Außenbereich in Anspruch genommen wird
  • die Bauleitplanung in den bestehenden Gewerbegebieten optimiert
  • leer stehende und verfallende Gebäude auf Industriebrachen einer Nutzung zuführt und somit das Ortsbild verbessert
  • die Freigabe der Flächen im neuen RSK-Gewerbeflächenkonzept zurück zieht und den Antrag einer Änderung des Regionalplans widerruft.


Den Vortrag auf der 1. Bürgerversammlung finden Sie  » hier «





 

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